{"id":3183,"date":"2019-05-19T08:33:58","date_gmt":"2019-05-19T08:33:58","guid":{"rendered":"https:\/\/chameleon-coaching.com\/ist-fuer-expat-ehefrauen-mit-27-beruflich-schluss\/"},"modified":"2019-05-19T08:33:58","modified_gmt":"2019-05-19T08:33:58","slug":"ist-fuer-expat-ehefrauen-mit-27-beruflich-schluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chameleon-coaching.com\/en\/ist-fuer-expat-ehefrauen-mit-27-beruflich-schluss\/","title":{"rendered":"Ist f\u00fcr Expat-Ehefrauen mit 27 beruflich Schluss?"},"content":{"rendered":"<p>Der am 18.05.2019 im SPIEGEL erschienene Artikel \u201eExpat-Ehefrauen &#8211; Wenn mit 27 beruflich Schluss ist\u201c provoziert und verlangt nach einem Realit\u00e4tscheck!<\/p>\n<p><strong>Ein Dilemma auf mehreren Ebenen<\/strong><\/p>\n<p>Es herrscht in der Tat eine gro\u00dfe Diskrepanz zwischen dem hohen Grad der Qualifikation und der Alltagsrealit\u00e4t einer mitausreisenden Partnerin. Es ist ein Dilemma auf mehreren Ebenen, f\u00fcr das es jedoch kreative und zeitgem\u00e4\u00dfe L\u00f6sungen gibt.<\/p>\n<p>Frauen, die mitten im Leben stehen, bestens ausgebildet sind und oft schon beachtliche Karrieren aufgebaut haben, lassen all das zur\u00fcck und begleiten ihren Partner voller Enthusiasmus in Ausland, um dann festzustellen, dass die Realit\u00e4t auf dem lokalen Arbeitsmarkt ern\u00fcchternd ist. Ein Umzug mit Kindern ist weitaus komplexer, als es viele einsch\u00e4tzen und verlangt von den Eltern eine starke und umfangreiche Begleitung ihrer Kinder, sowohl im praktischen Sinne als auch emotional. Wenn beide Partner sofort in zwei Vollzeitjobs durchstarten, ist dies kaum zu leisten.<\/p>\n<p><strong>Was leisten die Unternehmen?<\/strong><\/p>\n<p>Immer wieder h\u00f6re ich von Expat-Frauen, dass es seitens der Unternehmen nur wenig Verst\u00e4ndnis und Unterst\u00fctzung f\u00fcr sie gib. Man erh\u00e4lt ggf. ein Fortbildungsbudget, eine Teilnahme an einer interkulturellen Entsendungsvorbereitung und mit viel Gl\u00fcck gibt es Hilfe bei der Jobsuche. Sobald das Paar im Ausland angekommen ist, ist es jedoch meist auf sich gestellt. Es erweckt den Eindruck, als w\u00fcrden Unternehmen die Belange der Partner als &#8220;Privatsache\u201c abtun. In den Personalabteilungen der Firmenzentralen kennt man sich nicht mit den Gegebenheiten vor Ort aus und kann hier weder die Lage einsch\u00e4tzen noch unterst\u00fctzen. Eine Relocation-Agentur vor Ort kann praktische Tipps f\u00fcr Wohnungs-, Schul- und Arztsuche geben. Aber die Fragen rund um die Eingew\u00f6hnung, anf\u00e4ngliche Isolation, Kulturschock, eingeschr\u00e4nkte Autonomie und eben auch Karrierem\u00f6glichkeiten, kommen erst einige Zeit sp\u00e4ter. Hier w\u00e4re ein Expat-Coaching vonn\u00f6ten, welches jedoch meist nicht vorgesehen ist.<\/p>\n<p>Blickt man auf die vorangegangenen Generationen von Expat-Frauen zur\u00fcck, so waren all diese Partner Support Ma\u00dfnahmen noch v\u00f6llig undenkbar und hat viele Frauen in die Resignation gef\u00fchrt. Immerhin erkennen immer mehr Unternehmen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit des mitausreisenden Partners und dem Gelingen eines Auslandseinsatzes besteht.<\/p>\n<p><strong>Wie l\u00f6sen wir das Dilemma? <\/strong><\/p>\n<p>Die neuen Generationen von Expats sind mit einem selbstbewussten Frauenbild aufgewachsen und gehen mit anderen Erwartungen in eine Entsendung als fr\u00fcher. Damit diese Erwartungen der Realit\u00e4t standhalten, ist es wichtig, sich vorher gr\u00fcndlich \u00fcber das Zielland und die Lebensumst\u00e4nde zu informieren, um dann eine bewusste Entscheidung zu treffen und die Verantwortung daf\u00fcr zu \u00fcbernehmen. Je bewusster die Entscheidung, desto weniger tauchen sp\u00e4ter Gef\u00fchle von Machtlosigkeit und Entt\u00e4uschung auf. Hierzu geh\u00f6rt auch der Mut, Nein zu sagen, wenn es nicht passt. Auf Hilfe seitens der Unternehmen sollte man nicht warten, sondern es selbst in die Hand nehmen und ggf. einen Expat-Coach zurate ziehen, der sich im Zielland auskennt.<\/p>\n<p>Hilfreiche Tipps und ein Gef\u00fchl f\u00fcr die Expat-Welt findet man auch in Facebook-Gruppen wie den \u201eWeltfrauen\u201c mit \u00fcber 6000 Mitgliedern oder bei den Expatmamas unter <a href=\"http:\/\/www.expatmamas.de\">www.expatmamas.de<\/a>. Es fasziniert mich immer wieder zu lesen, dass es in jedem Winkel dieser Welt deutsche Frauen gibt und jede hat eine ganz individuelle, spannende Geschichte zu erz\u00e4hlen. Online Netzwerken ist heutzutage easy und die beste M\u00f6glichkeit, um am Anfang nicht alleine dazustehen. F\u00fcr die rein berufliche Orientierung gibt es ebenfalls empfehlenswerte Expat-Coaches wie <a href=\"http:\/\/www.sharethelove.blog\">www.sharethelove.blog<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.tandemnomads.com\">www.tandemnomads.com<\/a>, die dabei helfen, ein \u201eportable career\u201c &#8211; eine mobile Karriere &#8211; aufzubauen.<\/p>\n<p>Manche Berufe wie z.B. Fotograf, Journalist, Lehrer oder Musiker lassen sich meist problemlos ins neue Land mitnehmen. Wer keine Arbeitsgenehmigung bekommt, kann ehrenamtlich arbeiten und wertvolle Praxis-Erfahrungen sammeln. Dank moderner Medien haben sich die M\u00f6glichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung f\u00fcr Expat-Frauen erheblich verbessert. Fernstudium und Online-Kurse sind sehr beliebt, um die eigene Qualifikation zu erweitern. Wer kreativ ist und gerne \u201eoutside the box\u201c denkt, erfindet sich neu und wird zum Entrepreneur (z.B. Er\u00f6ffnung einer deutschen B\u00e4ckerei, Wurstimporteur, Fremdenf\u00fchrer, Profi-Blogger oder Schmuckdesigner).<\/p>\n<p>Wer sich bewusst daf\u00fcr entscheidet, w\u00e4hrend der Auslandsentsendung des Partners nicht zu arbeiten, steht nicht allein da. Auch hier hilft es, ein Netzwerk mit Gleichgesinnten aufzubauen, um sich gegen Identit\u00e4tskrisen und Unverst\u00e4ndnis aus der Heimat zu wappnen.<\/p>\n<p><strong>Ich fasse zusammen:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Realit\u00e4tscheck<\/li>\n<li>Eigeninitiative<\/li>\n<li>Bewusste Entscheidung treffen und Verantwortung \u00fcbernehmen<\/li>\n<li>Netzwerken<\/li>\n<li>Kreativ und mutig eigene berufliche Wege gehen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der SPIEGEL-Artikel hat viele der o.g. Aspekte nicht er\u00f6rtert und meines Erachtens vers\u00e4umt, die kraftvolle Dynamik und die zahlreichen M\u00f6glichkeiten der neuen Expat-Generation abzubilden. Ich hoffe, es ist mir gelungen, meinen Lesern eine breitere Perspektive \u00fcber die beruflichen Aussichten einer Expat-Partnerin zu vermitteln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der am 18.05.2019 im SPIEGEL erschienene Artikel \u201eExpat-Ehefrauen &#8211; Wenn mit 27 beruflich Schluss ist\u201c provoziert und verlangt nach einem Realit\u00e4tscheck! Ein Dilemma auf mehreren Ebenen Es herrscht in der Tat eine gro\u00dfe Diskrepanz zwischen dem hohen Grad der Qualifikation und der Alltagsrealit\u00e4t einer mitausreisenden Partnerin. Es ist ein Dilemma auf mehreren Ebenen, f\u00fcr das es jedoch kreative und zeitgem\u00e4\u00dfe L\u00f6sungen gibt. 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